A way to get lost in you

„Campus Love: Kayla & Jason“ war das erste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Und obwohl ich ja, wie ihr wisst, eher in phantastische Geschichte abtauche, gefiel mir die Geschichte richtig gut. Als sich jetzt vor kurzem die Gelegenheit ergeben hat, an einer Instagram-Leserunde zu „Campus Love: Lauren & Cole“ teilzunehmen, habe ich die Gelegenheit genutzt. Zumal man bei Leserunden mit Autorinnenbeteiligung immer nochmal einen ganz anderen Einblick in die Geschichte bekommt. Auch, wenn ich „Kayla & Jason“ bereits richtig gut fand, konnte „Lauren & Cole“ das allerdings noch einmal toppen.

Vorab noch eine Inhaltswarnung: Die Geschichte enthält Darstellungen von selbstverletzendem Verhalten.


Katharina Mittmann – Campus Love: Lauren & Cole
Spaß und lockere Bekanntschaften ja, eine Beziehung? Nein. In dem Punkt sind sich Lauren und Cole einig. Deshalb sollte es auch keine große Sache sein, als sich die beiden auf einer Party begegnen und miteinander rummachen, ohne dass mehr passiert. Ist es aber nicht.
Ein paar Tage später begegnen sich die beiden wieder, denn Lauren beginnt – völlig unbeabsichtigt – in der gleichen Bar zu jobben, in der auch Cole arbeitet. Nach ein paar anfänglichen Spannungen arrangieren sie sich mit der Situation, zumal beide spüren, dass da vielleicht doch mehr zwischen ihnen ist, als nur sexuelle Anziehung.

Wie bereits die Geschichte um Kayla und Jason spielt auch „Lauren & Cole“ an der Brown Universität in Providence. Allerdings bauen die beiden Bücher nicht zwangsläufig aufeinander auf. Was die Geschichten allerdings gemeinsam haben, sind die durchaus ernsteren Themen, die zwischendurch immer wieder angesprochen und zwischen den Charakteren erörtert werden. Selbst, wenn sie die Handlung nicht bedingen, wirken sie als würden sie ganz natürlich dazugehören. Welches Thema allerdings ausführlich behandelt wird und das deshalb auch eine Inhaltswarnung bekommen hat, ist selbstverletztendes Verhalten und dessen Folgen, die Protagonistin Lauren fast ebenso bedrücken, wie die Ereignisse, die dazu geführt haben, dass sie sich selbst verletzte. Die Mischung aus ernsten Themen und der Frage, ob sie sich nun kriegen oder nicht, inklusive aller dazugehörigen Aufs und Abs sorgt für ein (fast) perfektes Mittelmaß an Tiefgang und Leichtigkeit.

Katharina Mittmann erschafft weder eine besonders glamouröse, heile Welt, noch wird die Handlung überdramatisiert. Stattdessen wirken Lauren und Cole, ebenso wie ihre Freunde, wie ganz normale junge Menschen, die studieren, nebenbei sich etwas dazuverdienen und alle ihre privaten Probleme und Macken haben. Auch Cole bringt privaten Ballast mit in die Handlung, was dazu führt, dass man beim Lesen beide manchmal schütteln und ihnen sagen möchte, dass sie doch endlich mal offen zueinander und nicht so stur sein sollen. Andererseits sind es genau diese Eigenheiten, die die Figuren besonders machen. Darüber hinaus gibt es allerdings noch ein paar andere Dinge, die Lauren und Cole von den klassischen Charakteren in Liebensromanen unterscheiden. Cole ist Marvelfan, Lauren liebt Metalbands. Ein paar Leckerbissen für Nerds und Musikliebhaber gibt es also auch, was die Geschichte in sich ziemlich komplett macht.

Katharina Mittmann: Campus Love: Lauren & Cole, 2020, 400 Seiten, Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-52600-2 (Buch)
9,99 Euro

ISBN 978-3-426-45839-6 (e-Book)
9,99 Euro

Das Buch wurde mir vom Knaur Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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