Für alle, die von Freiheit träumen

Jetzt ist er da. Der vierte Band, der die Palace-Saga beendet. Verschwörungstheoretiker mögen jetzt vielleicht sagen, dass es von vornherein so geplant war, vier Bände zu veröffentlichen. Sonst hätte man ja von einer Trilogie gesprochen. Wie dem auch sei, „Palace of Blood. Die Königin“ ist jedenfalls ein würdiges Ende für die Geschichte um Rea Emris. Gleichzeitig hat der letzte Band aber ein offenes Ende, das ein bisschen auch ein Neuanfang ist. Mehr wird allerdings nicht verraten.


C. E. Bernard – Palace of Blood. Die Königin
Es begann mit dem ersten Schuss. Der englische König hat das Feuer auf die Rebellion der Magdalenen eröffnet. Auch auf seine Kinder, die sich unter den Rebellen befinden und für die Berührungsfreiheit kämpfen. Der radikale Entschluss ihres Mannes bringt die Königin zum Handeln: Sie lässt den König ermorden und setzt sich selbst als Regentin ein. Kronprinz Robin dagegen träumt von einer ganz anderen Zukunft. Einer, die er mit Rea an seiner Seite in Frieden und Freiheit verbringen kann. Als am Tag der Hochzeit von Rea und Robin ein Anschlag auf die beiden verübt wird, wird deutlich, dass es bis zur Freiheit noch ein langer und blutiger Weg ist.

Nachdem das Ende vom Vorgängerband „Palace of Fire. Die Kämpferin“ alles offenließ, liefert „Palace of Blood. Die Königin“ nun Antworten auf viele Fragen. Dabei knüpft die Handlung unmittelbar an die vorangegangenen Ereignisse an und man hat keinerlei Probleme wieder in die Geschichte zu finden. Trotzdem ist der vierte Band der Palace-Saga anders. Auch, wenn Rea nach wie vor die Hauptfigur ist, rückt sie ein wenig zur Seite – nicht in den Hintergrund – und macht Platz für die Akteure um sie herum. Vor allem Olivier und Madame Hiver bekommen innerhalb der Erzählung mehr Raum, was der Handlung guttut. Denn auch, wenn sich die Ereignisse nach wie vor um die Protagonistin drehen, ist es nicht ausschließlich sie, die die Geschichte formt. Und während die politische Ebene in den Vorgängerbänden zwar keine ganz unwichtige Rolle gespielt hat, rückt sie jetzt stärker in den Fokus.

Beim Lesen kommen unweigerlich die Fragen auf, was Freiheit bedeutet und was sie einem wert ist. Die Art und Weise mit der im Roman über Politik gesprochen wird, sorgt dafür, dass man sich Gedanken über politische Systeme macht und das Gefühl nicht loswird, dass die Geschichte der Gesellschaft vor dem Buch den Spiegel vorhält. Dazu kommen ganz menschliche Themen wie Vertrauen, Liebe, Freundschaft, Angst, Stärken und Schwächen. Und ein Buch, das den Menschen und die Gesellschaft als Ganzes erfasst kann nur ein guter Abschluss der Reihe sein.

C. E. Bernard: Palace of Blood. Die Königin (Übersetzung von Charlotte Lungstrass-Kapfer), 2019, 320 Seiten, Penhaligon Verlag
ISBN 978-3-7645-3233-8 (Taschenbuch)
14 Euro

ISBN 978-3-641-25259-5 (e-Book)
9,99 Euro

Das Buch wurde mir vom Penhaligon Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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