Mit Verrücktheit, Mondstaub und Legenden – Lesung mit Maja Köllinger

Mittwoch ist Lesetag. Die Thalia Buchhandlung in Paderborn hat aus dem Lesetag schon vor einiger Zeit einen Lesungstag gemacht und lädt seitdem verschiedene Autorinnen und Autoren ein, mittwochs ihre Geschichten vorzustellen. Zum Beispiel Maja Köllinger, die in ihrer Lesung alte Legenden lebendig werden ließ. Wortwörtlich. Um nicht zu spoilern hat sie aus dem ersten Band „Des Teufels Träume“ ihrer mittlerweile abgeschlossenen „Living Legends“-Trilogie vorgelesen. Und so erlebt man an diesem Nachmittag die Nahtoderfahrung von Protagonist Nic und seine erste Begegnung mit seinem Schutzgeist Lynn.

Nebenbei erzählt sie aber von ihrem Autorendasein, verschiedenen Projekten und vom Schreiben. „Im Moment schreibe ich allerdings nur an meiner Bachelorarbeit“, verrät sie lachend. Dafür liegen aber schon zwei Projekte so gut wie fertig auf ihrem Laptop. Eine Geschichte aus dem Bereich Romance, ganz ohne Fantasy, und eine Science-Fiction Geschichte. Beide suchen aktuell noch ein zu Hause. „Der schönste Moment ist immer, wenn man die Kiste mit den Belegexemplaren aufmacht und sein Buch dann zum ersten Mal in der Hand hält“, erzählt Maja Köllinger. Bis dahin ist es aber ein langer Weg. An einer Geschichte sitzt sie schon mal ein ganzes Jahr. Verschiedene Texte gleichzeitig schreiben liegt ihr nicht. Und von der ersten Idee, aus der dann ein Pinterest-Moodboard und eine Schreib-Playlist entstehen, bis zum fertigen Buch vergehen dann schon mal zwölf Monate. Nach dem Moodboard und der Playlist folgt der stichpunktartige Plot und dann geht es ans Schreiben.

Bevor das Buch allerdings gedruckt werden kann, muss auch ein schönes Äußeres her. Bei der Covergestaltung hatte Maja Köllinger bisher auch immer ein Mitspracherecht. „ich habe der Coverdesignerin dann eine kurze Zusammenfassung der Geschichte geschickt, in der allerdings auch Hinweise standen, was im Text wichtig ist. Bei meinem ersten Buch „Madness“ habe ich beispielsweise geschrieben, dass Zahnräder eine wichtige Rolle spielen“, gibt die Autorin Einblick in die Arbeitsschritte auf dem Weg zum fertigen Buch. Manchmal hat sie aber nur vage Farbvorstellungen, sodass dann Anmerkungen wie „irgendwas mit blau und gold“ dabeistehen. Bisher hat Coverdesignerin Marie Graßhoff aber immer den Geschmack von Maja Köllinger getroffen, so dass nur minimale Änderungen nötig waren. Da ein wenig heller, da etwas mehr Glitzer.

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Zusätzlich zu der Geschichte gibt es auch verschiedene Illustrationen, die die Autorin selbst zeichnet. Allerdings ist die Geschichte immer vor den Illustrationen da. Was nicht heißt, dass sich Maja Köllinger nicht von Bildern oder Fotos inspirieren lässt. „Mich inspiriert so gut wie alles, ob es nun Bilder sind, besondere Momente oder auch Gerüche“, erzählt die Autorin. Im Anschluss an Lesung und Fragerunde wurde natürlich noch fleißig signiert, wobei Maja Köllinger auch noch Poster der „Living Legends“-Trilogie und Lesezeichen dabei hatte.

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