Made by Characters – Die Frankfurter Buchmesse 2018

Das Motto des diesjährigen Gastlandes Georgien trifft nicht nur auf die georgische Literatur zu, sondern eigentlich auch auf die Frankfurter Buchmesse. Die Kurzfassung: Super toll, allerdings rappelvoll. Aber der Reihe nach. Ich habe dieses Mal nur den Samstag mitgenommen, da es sich terminlich nicht anders regeln ließ. Um allerdings möglichst viel mitzunehmen und um mir den Stress am Samstagmorgen zu ersparen bin ich bereits Freitag nach Frankfurt gefahren. Außerdem wollte ich unbedingt zur Signierstunde von Christine Bernard um 12 Uhr und man weiß ja nie, was die Bahn so veranstaltet.

sdr

Ich war am Samstag dann auch schon recht früh da, das Pressezentrum öffnet immer eine Stunde vor der Messe und ich wollte die Gelegenheit schon mal nutzen. Im Nachhinein hat sich das auch als gute und vernünftige Idee herausgestellt, die Buchmesse war diesmal nämlich mehr als richtig gut besucht. Zumindest Halle 3, in der die meisten deutschen Verlage untergebracht waren. Ich bin vor dem großen Ansturm erst mal geflohen und habe die Gelegenheit genutzt, bei den internationalen Verlagen in den Hallen 5 und 6 vorbeizuschauen. Neben dem Pflichtbesuch bei den Verlagen aus Georgien, hat es sich auch gelohnt, den Verlagen Lateinamerikas einen Besuch abzustatten. Mein Spanisch ist zwar etwas eingerostet, aber Argentinien hatte eine ganz tolle Leseinsel aufgebaut und die Bücher waren passend dazu auch echte Hingucker.

Zurück in Halle 3 habe ich mir die erste Etage vorgenommen. Bei Droemer Knaur war ich gerade rechtzeitig, um die Fragerunde der Lesung von Markus Heitz mitzubekommen. Eigentlich war das gar nicht als mein Programmpunkt geplant, aber auf der Buchmesse ergibt sich tatsächlich manches sehr spontan. Bei der Ideentanke gab es dann nicht nur innovative und coole Ideen rund um die Themen Lesen, Buch und Buchmarkt, sondern auch richtig guten Kaffee. Und das sogar im wiederverwendbaren Becher.

Der Kaffee hat mir dann auch etwas die Wartezeit bis 12 Uhr verkürzt. Mittlerweile war es kurz nach 11 Uhr und wer schon mal für eine Signierstunde angestanden hat, der weiß, dass man besser früh da ist. Am Stand von Blanvalet warteten tatsächlich auch schon ein paar andere, woraus sich spontan ein kleines Bloggertreffen ergeben hat. Da ich noch nicht so lange aktiv dabei bin, entdecke ich immer wieder neue Gesichter, was ich total spannend finde. Die Signierstunde selbst war total klasse. Christine Bernard hat sich für Jeden Zeit genommen, Fotos gemacht und ganz tolle persönliche Widmungen geschrieben. Als kleine Überraschung hatte sie Rea-Lesezeichen dabei. Es ist so schön.

Nach der Signierstunde habe ich mich mit Freundinnen getroffen und zusammen haben wir noch ein paar der Verlage auf unseren To Do Listen abgeklappert. dtv hatte eine Kunstrasenwand, Carlsen eine Harry-Potter-Leseecke und Coppenrath ganz viele tolle gerahmte Sprüche. Und die Bücher riechen immer noch wie die Felix-Bücher früher. So viele Kindheitserinnerungen! Und ja, ich rieche an Büchern. So um die Mittagszeit rum wurde es, wie immer, dann richtig voll. Was es bei der Leipziger Buchmesse zu kalt war, war es bei der Frankfurter eigentlich zu warm. Da die Agora (für die, die noch nie auf der FBM waren: Das ist eine große Freifläche zwischen den Hallen, auf der Lesezelte, Signierboxen und Stände mit Essen aufgebaut sind) draußen ist, konnte man so das gute Wetter noch mal richtig gut nutzen. Und mal ehrlich: Wann war Mitte Oktober die Schlange beim Eis schon mal so lang?

davsdr

Um 15 Uhr hat dann Mechthild Gläser am Stand des Loewe Verlags aus ihrem neuen Buch „Bernsteinstaub“ gelesen und anschließend auch Bücher signiert und Fotos gemacht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich „Bernsteinstaub“ immer noch nicht gelesen habe. Stattdessen hatte ich „Emma, der Faun und das vergessene Buch“ dabei, dass jetzt eine wunderschöne Signatur hat.

Um die platten Füße mal einen Moment hochzulegen, sind übrigens die Dachterrassen super. Erstens: frische Luft und zweitens: ein toller Blick über die Agora. Nach einem zweiten Imbiss (Buchmesse macht hungrig) und einem Bummel durch die mittlerweile nicht mehr ganz so vollen Hallen 3.1 und 3.0 ging es dann auch wieder Richtung Heimat. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die die Buchmesse für mich so besonders gemacht haben. Denn sind wir doch ehrlich. Wir fahren doch nicht nur wegen der Bücher hin, sondern auch und vielleicht sogar vor allem wegen der Menschen. 🙂

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